IKEA, das ikonische schwedische Unternehmen, hat die Herstellung seiner Papierkataloge nach 70 Jahren am 7. Dezember 2020 eingestellt. Es wurde 2016 an mehr als 200 Millionen Menschen verteilt, d. h. mehr als die Bibel und der Koran. Dieser Katalog war zu einem ikonischen Produkt für alle geworden, doch IKEA musste mit ansehen, wie sich das Verbraucherverhalten änderte, vor allem angesichts der Einengungen, die die Bevölkerung erlebte. So stieg beispielsweise im Jahr 2020 die Zahl der Verkäufe über ihre Website um 45 % bei 4 Milliarden Besuchern. Diese Veränderungen waren von IKEA jedoch bereits vorhergesehen worden, und das Unternehmen investierte bereits stark in die Digitalisierung. Die schwedische Marke hat mehrere kostenlose mobile Anwendungen eingeführt, die den Verbrauchern mit modernster Technologie wie Augmented Reality und künstlicher Intelligenz gewidmet sind.

Die Aufgabe der Katalogproduktion ist also kein Zeichen von Schwäche, sondern eine zwar abrupte, aber wohlüberlegte Umstellung auf digitale Medien. Es gibt bereits mehrere Anwendungen, und einige davon revolutionieren die Welt des Online-Einkaufs.

Die IKEA Place App: Der immersive Katalog

Diese App, die 2017 für IOS eingeführt wurde, ist kostenlos und sozusagen der neue intelligente Katalog von IKEA. Mithilfe von Augmented Reality und künstlicher Intelligenz kann die App einen ganzen Raum scannen, um Gegenstände zu entfernen und sie durch IKEA-Produkte mit feinem Detailgrad zu ersetzen.

In seinen Anfängen bevorzugte das Unternehmen die sperrigsten und beliebtesten Produkte, um möglichst viele Nutzer zu gewinnen, doch mit dem Wegfall ihres Katalogs werden praktisch alle Produkte in ihrer App verfügbar sein.

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IKEA Place besteht aus zahlreichen Funktionen wie der Kommunikation mit einem Chatbot, dem Hinzufügen von Lieblingsprodukten, dem Erstellen von Bildschirm- oder Videoaufnahmen, um seine Wünsche zu teilen, aber auch der visuellen Suche. Dieses letzte Merkmal ist ein Aushängeschild der App, da es der App ermöglicht,ein Möbelstück in einem Raum zu identifizieren und Artikel, die diesemMöbelstück ähneln, im Katalogvorzuschlagen.

Die Plattform Everyday Experiments: Eine Möglichkeit, sein Zuhause neu zu gestalten

Gestartet im Juni 2017, Everyday Experiments ist mit modernsterkünstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen, erweiterter Realität undräumlicher Intelligenz ausgestattet. Sie bietet den Nutzern die Möglichkeit, den nutzbaren Raum ihres Haushalts besser kennenzulernen und sich anzueignen.

Und das kommt genau zur rechten Zeit! Während des ersten Containments verbrachten die meisten Menschen fast zwei Monate in ihren Häusern. Die Verbraucher haben also die Notwendigkeit eines angenehmen und praktischen Zuhauses erkannt und wollen ihre Wohnung so einrichten, dass sie sich wohlfühlen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die IKEA-Plattform mehrere Funktionen bietet, mit denen man jeden Raum in seiner Wohnung auf einfache Weise messen und neu entdecken kann. Zum Beispiel gibt es „Extreme Measures„, das die Maße und das Volumen eines Raumes auf ästhetische Weise ermittelt, da die Plattform einen sehr nett anzusehenden aufblasbaren Elefanten in den Raum einfügt und Ihnen die genauen Maße angibt. Eine weitere verfügbare Funktion ist „Light Filters„, mit der Sie einen Raum mit unterschiedlicher Helligkeit betrachten können. Dadurch erhält man Anhaltspunkte für die Wahl der richtigen Lampe und der idealen Beleuchtung für einen Raum.

Augmented Reality: ein wichtiger Hebel für das Marketing

IKEA hat es nicht bei der bloßen Nutzung von Augmented Reality zum Verkauf seiner Produkte belassen. Sie bietet auch eine spezielle App für Kinder an, die Möbel in lebende Kreaturen verwandelt, um die Fantasie der Kleinen anzuregen. Das schwedische Unternehmen hat also sehr gut verstanden, dass Augmented Reality überall präsent sein wird und das Online-Shopping revolutionieren wird. Sie wollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen und heute können wir sagen, dass sie sich die erweiterte Realität gut angeeignet hat.